EU-Wahl Endergebnis Vorarlberg

Ich komme gerade aus der Landeswahlbehörde und habe dort das „endgültig ermittelte Ergebnis der Europawahl vom 7. Juni 2009 im Landeswahlkreis 8 (Vorarlberg)“ mitbeschlossen:

SPÖ 13.838 13,2 %
ÖVP 38.393 36,7 %
Martin 20.436 19,5 %
Grüne 13.490 12,9 %
FPÖ 12.328 11,8 %
KPÖ 408 0,4 %
JuLis 825 0,8 %
BZÖ 4.834 4,6 %

Das heißt wir liegen zum Schluss noch deutlicher vor der FPÖ und nur knapp hinter der SPÖ.

Interessant für die nächste Landtagswahl:

Wir liegen genau 1.439 Stimmen hinter dem Ergebnis der Landtagswahl 2004. Wenn wir das um die Wahlbeteiligung „bereinigen“ (EU-Wahl 40,0%, Landtagswahl 2004 60,64%) liegen wir deutlich darüber. D.h. wenn wir davon ausgehen, dass die Rahmenbedingungen und die interne Motivation im Herbst wesentlich besser sind, ist unser Wahlziel – ein fünftes Mandat – durchaus realistisch.

Beschlossen wurde auch das Vorzugsstimmenergebnis:

Bei der ÖVP liegt Mag. Karas mit 4.226 deutlich vor dem Spitzenkandidaten Dr. Strasser (1.783). Auch der Kandidat der Vorarlberger VP Dr. Walter Ender hat mehr: 1.950.

Bei der SPÖ erhält Mag. Herbert Bösch 3.425 Vorzugstimmen. Der Spitzenkandidat Dr. Swoboda magere 294.

Dr. Martin kommt auf 1.363 Vorzugsstimmen.

Bei uns kommt Ulrike Lunacek auf 643 Stimmen, Eva Lichtenberger auf 345 und die Vorarlberger Kandidatin Brigitte Stadelmann auf 201. Brigitte Stadelmann ist Sprecherin von Grüne Andersrum Vorarlberg

Der F-Spitzenkandidat Mölzer bekam 440 Vorzugstimmen und Mag. Stadler vom BZÖ 335.

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5 Antworten zu EU-Wahl Endergebnis Vorarlberg

  1. ÖVPler (Gast) schreibt:

    Sg. Herr Lechner!
    Ich nehme zur Kenntnis, dass Sie während Rauchs Abwesenheit dort Blogwart spielen, trotzdem (oder gerade deshalb) möchte ich Sie bitten, etwas mehr Respekt und Demut mir gegenüber bzw. vor dem Souverän (der/dem WählerIn) bzw. der/dem SteuerzahlerIn zu haben, dessen Angestellter schließlich AUCH SIE sind!
    Weil es (auch) nach Ihrer Entgleisung im Rauch-Blog gerade passt, möchte ich allen Bürgerlichen, politisch Gemäßigten, die sich bei den letzten Landtagswahlen zu den Grünen verirrt haben, zurufen: Kehrt zurück auf den Pfad der Vernunft, WÄHLT BEI DEN LT-WAHLEN DIE ÖVP – ein abschreckendes Beispiel linksextremistischer, grüner Nazi*-Politik hat sich ja erst gestern wieder im Parlament abgespielt: Während mein Parteifreund, Herr KO Kopf von der ÖVP in der Parlamentsdebatte bzgl. der Abwahlmöglichkeit von NationalratspräsidentInnen geschichts- und verantwortungsbewusst argumentierte, hat sich sein Schwager, der grüne Polithallodri Walser, durch seine beleidigende Pöbelei in Richtung der FPÖ einen Ordnungsruf (!!!) eingehandelt …

    *wo Herr Strache, dessen Politstil mir oft sehr mißfällt, recht hat, hat er recht (zitiert aus oe24.at): Empört auf die Angriffe gegen seinen Parteifreund reagierte FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. Er sieht die Freiheitlichen „Nazi-Methoden“ der Linken ausgesetzt. Mit Hass, Geifer und Hetztiraden werde gegen die FPÖ losgelegt. Den Grünen warf er vor, die Debatte nur hochzukochen, weil es ihnen um Posten gehe, die sie durch den Wählerwillen verloren hätten.

    p.s.: Ich dachte bisher immer, nur in Diktaturen werden Wahlergebnisse BESCHLOSSEN – ma lernt nia us!

  2. ÖVPler (Gast) schreibt:

    Noch zu Ihren vermeintlichen „Künsten“ als Analytiker/Vorhersager von Wahlergebnissen: Bei den EU-Wahlen (geringe Wahlbeteiligung) sind nachweislich die „Gebildeten“ (wählen bekanntlich überproportional grün) vermehrt zur Urne geschritten. Rechnet man das auf eine nationale Wahl mit höherer Wahlbeteiligung (bei der auch die klassischen FP-WählerInnen – ArbeiterInnen, sozial Benachteiligte, weniger gebildete Jugendliche – wieder mehr wählen gehen) hoch, so verlieren die Grünen logischerweise im Verhältnis an Prozenten!!
    Mein Tipp: Behalten Sie Ihre hier geäußerte „Analyse“ bzw. Vorherschau für den Herbst am besten für sich – gehen Sie damit jedenfalls nicht an die Öffentlichkeit oder in grüne Gremien – Sie können sich damit nur blamieren (bei mir haben Sie es jedenfalls schon gemacht)!

  3. Karin Böhler, Dornbirn (Gast) schreibt:

    Ich bin mir sicher, Frau Stadelmann möchte (auch von Ihnen, Herr Lechner) zuallererst als Frau, Bürgerin dieses Landes und Politikerin wahrgenommen werden.
    Der Hinweis auf ihre sexuelle Orientierung ist im Zusammenhang mit Ihrem obigen Blogeintrag überaus entbehrlich – er zeugt von Macho-Gehabe und ist sexistisch – beides unwürdig für einen Grünpolitiker!

  4. sgbregenz schreibt:

    REPLY:
    Danke für ihre guten Tipps. Selbstverständlich ergibt sich das Landtagswahlergebnis nicht automatisch durch eine Hochrechnung aus dem EU-Wahlergebnis. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass wir in den nächsten Monaten einen sehr engagierten und überzeugenden Wahlkampf machen und daher auch erfolgreich sein werden. Reden/schreiben wir am 21.09. weiter.

    Nur einen Satz zu ihrem anderen Posting, hier und bei Johannes Rauch: Ich bin Angestellter der Grünen und nehme von einem deklarierten ÖVPler keine Aufträge entgegen und bin ihm auch keinerlei Rechenschaft schuldig.

  5. Brigitte Stadelmann (Gast) schreibt:

    REPLY:
    Zu ihrem Posting möchte ich kurz Stellung beziehen und folgende beiden Punkte aufzeigen:

    1) Ich verstehe gut was sie meinen. Als schon lange offen lebende gleichgeschlechtlich liebende Frau habe ich das zur Genüge erfahren: zuerst über mein Anders-sein wahrgenommen zu werden und dann erst über meine vielen anderen Eigenschaften.

    2 ) Mario Lechner hat mich nicht geoutet, sondern in meiner Funktion für die ich als grüne Aktivistin stehe, sichtbar gemacht. Ich bin unter anderem bei der EU Wahl angetreten, um für die Rechte der gleichgeschlechtlich liebenden Menschen einzutreten und auch dieser Wählerinnen- und Wählergruppe (viele davon leben noch in der absoluten Anonymität aus Angst vor einem Zwangsouting, oder vor Diskriminierung) ein Gesicht zu geben!
    In diesem Zusammenhang war das also klar abgesprochen, in meinem Sinne und sehr unterstützend.

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