Radeln und Zählen

Wir lassen uns nicht gerne anlügen und denken, dass es den meisten Vorarlberger/innen auch so geht.

Wir zählen daher nach, wie viele Plakate in Vorarlberg tatsächlich stehen und vergleichen das mit den Angaben der Wahlkampfzentralen.

Ich bin heute kreuz und quer durch Bregenz geradelt. Hier mein Ergebnis:

ÖVP
53 Dreieckständer,
10 mobile doppelseitige Großflächen,
13 fixe Großflächen (normale Werbeflächen).

SPÖ
62 Dreieckständer,
11 mobile doppelseitige Großflächen,
2 fixe Großflächen (bei der Achbrücke zwischen Hard und Bregenz).

FPÖ
31 kleine Doppelplakate,
10 mobile doppelseitige Großflächen

Grüne
32 Dreieckständer

BZÖ (hat noch nicht alle Ständer aufgestellt.)
5 Dreieckständer
3 mobile doppelseitige Großflächen – die mit dem Kärnten-Text 😉

Wir brauchen erst noch mehr Zahlen aus anderen Städten und Gemeinden – die Kolleg/innen zählen noch – um tatsächlich fundierte Aussagen treffen zu können.
Es sieht im Moment so aus, dass die Angaben der Blauen stimmen, unsere sowieso. Jene der ÖVP sind zumindest nicht völlig unrealistisch.

Für die SPÖ ist Bregenz sicherlich ein letzter Strohhalm, an den sie sich noch klammert. Daher sind sie hier auch die plakatierfreudigsten. Dennoch ist ein Zweifel an den Angaben des roten Wahlkampfleiters von 600 Dreieckständern und 85 Großflächen landesweit nicht unbegründet.

Morgen wissen wir schon mehr.

Frage: Wer begrüßt Euch ab 1.9. in Eurem Bushäuschen?
Richtig: Sausgruber und Ritsch.
Auch das werden wir zählen und genau berechnen, was das kostet.

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6 Antworten zu Radeln und Zählen

  1. Daniel (Gast) schreibt:

    Meiner Meinung nach, funktioniert es bei den Wahlen wie mit einem neuen Produkt.

    Ich kann mit einer neuen Verpackung und einem guten Marketing sogar die Atomkraft wieder als saubere Energie anpreisen!

    Das Problem ist doch, dass sich Menschen nicht mehr für die tiefen Inhalte interessieren. Halbwahrheiten und einfache Texte, dass war es.

    Die Parteien haben alle samt Parteiprogramme mit mehreren A4 Seiten, trotzdem passen alle Inhalte in Zwei- bis höchstens Dreizeilern auf Plakate!!

    Parteien, die uns mehr schlecht als recht durch die Krise steuert, werden als die Wirtschaftsparteien verkauft. Zahntechnikern wird so mehr Kompetenz in der Wirtschaft zugetraut, als Wirtschaftsprofessoren. Die Parteien, die Integration alle in der Regierung Versagt haben, können die einzige Partei die nie in der Regierung sass, als die schuldigen für diese fehlerhafte Integration verkaufen und Gutmenschen zum Schimpfwort erklären.

    Jeder Versuch der Richtigstellung wird als Bevormundung oder als zu Intellektuelle auch ins negative gekehrt.

    Was ich damit sagen will, ein „yes we can“ kommt halt besser an als ein „mit uns gerecht“! Beides ist gut, doch „mit uns gerecht“ kann nicht wirklich die Botschaft des Wandels unter die Leute gebracht werden.
    Obwohl, es kann aufgehen, kann aber nicht darüber hinweg, dass den Leuten gesagt werden muss, wer Politverdrossen ist, muss aderst wählen!

    Die anderen Punkten mit Themen, wo sie nicht mal selber das ganze umgesetzt haben. So ist der Ritsch der Retter der Schulnachhilfe und der, der als einziger billige Wohnungen vergibt!! Als Gegenstück wirbt die ÖVP mit neuer Energie für unsere Betriebe, dabei kann nur Korps II als das größte Projekt in Sachen Energie vorgewiesen werden. Prognostizieren mehr für die Familie zu tun, dabei können Sie nicht mal den Familienpass für Patchworkfamilien einrichten.
    Die FPÖ ist wieder der gerechte Retter des kleinen einheimischen Mannes und kriegt sogar recht. Dabei möchte ich den größten Arbeitgeber ohne die Gastarbeiter sehen!!

    Ich finde diese Art der Wahlkampagne nicht Fair und Ungerecht. Gibt es nicht eine Art Konsumentenschutz gegen diese Verblödung!!

    Ausserdem gehören die Gelder für Werbung in der höhe begrenzt.
    Ich sehe die Parteien, schon wie in Kärnten, die Parteisubventionen erhöhen, weil sie pleite sind!!

  2. sgbregenz schreibt:

    REPLY:
    Ja! Genau darum geht es, Daniel!

    Um Konsumentenschutz für Wähler/innen.

    In jeder entwickelten Demokratie gibt es strenge Vorschriften über die Parteienfinanzierung und die dazugehörigen Kontrollinstrumente. Nicht so in Österreich und noch weniger in Vorarlberg.

    Auf der Website des Landes http://www.vorarlberg.at finden sich zahlreiche Förderrichtlinien mit Formularen, Tabellen und allem drum und dran. Die Richtlinie zur Förderung der im Landtag vertretenen Parteien sucht mensch dort vergebens. Glauben die, das interessiert niemanden oder glauben sie, das geht niemanden etwas an?

    Aber es geht nicht nur um die öffentliche Förderung. Die ist ja noch halbwegs transparent. Es geht um Spenden, Unternehmensgewinne, Stiftungen und alle anderen Formen von Parteienfinanzierung.

    Wieviel zahlen landeseigene Betriebe wie VKW oder HYPO-Bank für Inserate in Zeitungen der ÖVP und ihrer Teilorganisationen?
    Wie finanziert Risch seine aufwändigen Wahlkämpfe, die jeglichen Rahmen der Parteienförderung sprengen?
    Wer steht hinter der FPÖ und warum?
    Welche Gelder werden über Verbände wie Industriellenvereinigung und Gewerkschaften in Parteikassen geleitet?
    Und was machen die Parteien damit?
    Wieviel geben sie wirklich im Wahlkampf aus?

    Ich könnte mir vorstellen, dass die wahlwerbenden Gruppen ihre sämtlichen Ausgaben offen legen müssen und diese von einer unabhängigen Kommission überprüft werden. Anstatt dass wir Plakate zählen, müsste jede Partei eine genaue Liste mit allen Standorten abliefern. Und wenn etwas nicht passt, gibt es eine Pönale.

    Aber leider gibt es im Vorarlberger Landtag keine Mehrheit für ein – von uns fix und fertig vorgelegtes – Parteienfinanzierungsgesetz. Warum wohl, frage ich mich?

    Der Wähler und die Wählerin haben ein Recht darauf, zu erfahren, was die Parteien mit ihren Steuermitteln anfangen und wer sie warum zusätzlich finanziert.

  3. Nostradamus (Gast) schreibt:

    Das ist unwürdiges Blockwartgehabe und erinnert mich frappant an die Honecker-Diktatur (Stasi 2.0 lässt grüßen)!

    Übrigens: Du wirst ab Oktober mit ziemlicher Sicherheit wieder jede Menge Zeit für Deine Hobbys (Fotografieren von Pilzen!, Züchten von Bartläusen?) haben und auch der Bregenzer Kaninchenzuchtverein wird Dich als Ehrenpräsident wieder öfter in seiner geselligen Runde begrüßen können, da noch nach jedem Mega-Wahldebakel das Köpferollen begonnen hat (siehe z.B. ÖVP nach den letzten NR-Wahlen) …

    p.s.: Ich will spätestens nach diesem Eintrag NIE MEHR hier lesen, dass das hier der PRIVATblog („persönliche“ Blog) des Mario L. ist, denn sonst machst Du Dich erneut der WählerInnentäuschung schuldig!

  4. MAHNmal (Gast) schreibt:

    REPLY:
    „Konsumentenschutz für Wähler/innen“ bzw. „Begrenzung von Wahlkampfausgaben“ einzig und allein weil die GrünInnen ein kleineres Werbebudget haben als die „Großen“- ziemlich durchsichtiges „Anliegen“, das da als „Moral“ versuchsweise unter die (für dumm verkauften) Leute gebracht wird. Man merkt die Absicht und ist verstimmt – möge sich diese Verstimmung auch auf dem Wahlzettel finden, Gün ist jedenfalls im September ein absoluter NO GO!

    Außerdem: Noch nie daran gedacht, dass (Wahl-)Werbung nicht nur Dich (ziemlich peinlicher radelnder Plakatschnüffler) auf- sondern vor allem auch die Wirtschaft anregt (Grafiker, Drucker, Papierindustrie, Druckfarbenindustrie, Plakatklebeindustrie, etc. …). Aber die Grünen verharren auch bei diesem Thema in gewohnt engstirniger Schrebergarten- und Regulierungswut-Mentalität und blicken wieder einmal nicht über den Tellerrand. Ein trauriger Befund!

    Lieber Mario! Sollte ich Dir mit diesem Beitrag jetzt Deinen schönen Morgen, an dem Du so arglos und hoffnungsvoll auf (endlich einmal) positive Blog-Rückmeldungen Deinen Computer angeworfen hast, versaut haben (da ich den Nagel wieder einmal auf den Kopf getroffen habe) so war das nichts als …

    … reine Absicht!!

  5. sgbregenz schreibt:

    REPLY:
    Lieber 82-131-144-36.pool.invitel.hu

    Unterhältst Du Dich wieder mit Dir selbst?

    Auch wenn Du Dich wieder redlich bemühst. Du kannst mich nicht ärgern und so lange es nicht wieder schlimmer wird, lasse ich Dein Geschreibsel stehen. Da Dein Verhalten aber zwanghaft ist, bin ich sicher, dass Du gar nicht anders kannst, als die Provokationsschraube wieder an zu ziehen. Dann heißt es eben wieder, wer nicht hören will, muss fühlen bzw. wer sich nicht im Zaum halten kann, wird gelöscht. Aber dieses Muster kennst Du aus Deinem Leben sicherlich zur genüge. Armer Tropf!

    Zum Inhalt nur so viel: Die USA: Eine Honecker-Diktatur. Die BRD: Eine Honecker-Diktatur. Israel: Eine Honecker-Diktatur. Ja sicher: Länder mit kontrollierter Parteienfinanzierung sind Honecker-Diktaturen. klar!

    Dass Du als (selbsternannter?/beauftragter?) Kampfposter der ÖVP kein Interesse an Transparenz hast, wird hier niemanden verwundern.

  6. MAHNmal (Gast) schreibt:

    REPLY:
    Frustrierter Ex-Grünen-Funktionär?
    Vereinsamter Sonderling in der midlife-crisis?
    Verschmähter Verehrer von Marios Frau?
    Kaninchenzüchter, der auch gerne den Titel „Ehrenpräsident“ führen würde?

    p.s.: Das mit dem „Honecker-Staat“ bezog sich auf Dein (radelndes) Plakatschnüffeln – im übrigen geht es mir nicht um die Kontrolle von Parteienfinanzierung (das ist o.k. um auch Abhängigkeiten von Großspendern aufzudecken bzw. zu verhindern) sondern um die Begrenzung von Wahlkampfausgaben und Regulierungen wer wieviele Plakate in welcher Größe ab wann aufstellen darf. Das ist regulierungswütige Planwirtschaft und deshalb für mich als (auch) Liberalen ein Unsinn hoch zwei!

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