Der nächste Grüne Erfolg. Ausgerechnet in Japan.

Nur Grüne können die Grünen verhindern.

Nach den Erfolgsmeldungen aus Australien (Wahlen in Australien: Durchbruch für die Grünen Down-Under) heute die nächste erfreuliche Nachricht aus Japan: In der Präfektur Kawaga wurde am vergangenen Sonntag ein neuer Gouverneur gewählt. Nein! Kein Grüner. Das wäre dann doch zu viel des Guten. Aber die Kandidatin der Grünen, Satoko Watanabe, erreichte Platz zwei mit 37,5% der Stimmen. (Very Good News From Greens In Japan)

Erfreulich sind auch seit Wochen die Umfragen in Deutschland: Die Grünen liegen bundesweit stabil zwischen 15 und 20%. In Berlin, wo nächstes Jahr gewählt wird, liegen sie sogar mit etwa 27% auf Platz eins. D.h. Renate Künast könnte die erste Grüne Bürgermeisterin Berlins und damit die erste Ministerpräsidentin eines deutschen Bundeslands werden.
In der Schweiz wird ernsthaft diskutiert die Zauberformel für die Regierungsbildung für die Grünen zu öffnen. Noch wird es nicht dazu kommen, aber die Grünen werden damit endgültig zu einem ernst zu nehmenden Player auf der politischen Bühne unseres westlichen Nachbarlands.
Schweden: Am 19. September wird gewählt. Die Umfragen prognostizieren, dass sich die Grünen beinahe verdoppeln könnten.
Die erfolgversprechenden Themen sind dabei immer die selben: Der Klimawandel, der eine Energiewende notwendig macht. Die Erhaltung unseres Sozialsystems: Nicht die Ärmsten sollen für die Krise zahlen, sondern jene, die jahrelang vom Neoliberalismus profitiert haben. Menschenrechte für Flüchtlinge, Integration von Migrant/innen, Gleichstellung von Lesben und Schwulen.

Es gibt nur einen Gegner, der uns Grünen wirklich schaden kann: Die Grünen. Das beweisen wieder einmal die Grünen in Österreich, v.a. in Wien. Nachdem sich Sascha Van der Bellen – zurecht – verärgert in die zweite Reihe zurück gezogen hat und Johannes Voggenhuber – zu Unrecht – nicht mehr ins Europaparlament geschickt wurde, gibt es nun aus Wien jede Woche eine neue Horrormeldung: Zunächst zwei Parteispaltungen in zwei Hoffnungsbezirken und heute der Wechsel des Wiener Bundesrates Stefan Schennach zur SPÖ. Es mag für all die in den letzten Jahren, Monaten und Wochen von der „Basis“ getroffenen Personalentscheidungen gute Gründe geben. Es mag auch sein, dass einem langjährigen Spitzenfunktionär (es geht da interessanterweise ja meist um recht präsente Männer) einmal gesagt werden muss: „Oida, es wird für di Zeit zum geh’n.“ Es stellt sich aber die Frage, wie so etwas ablaufen kann, ohne dass damit die Wählerschaft und die Öffentlichkeit komplett vor den Kopf gestoßen wird und statt Energiewende, Armutsbekämpfung und Menschenrechten nur noch der Grüne Streit diskutiert wird.
Ein Elfmeter kann mal daneben gehen. Aber wenn einer dem Ball die Luft aus lässt und ihn aus dem Strafraum raus schießt, wird halt selten ein Tor daraus.

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